Ruhrgebiet - 08.02.10
Erinnerung an Blockade am 13.02. in Dresden
um
8.2.10
Dortmund - 06.02.10
Am Samstag, den 6. Februar Versammelten sich das Bündnis Dort- mund gegen Rechts, die Linkspartei, die Vereinigung der Ver- folgten des Naziregimes sowie die Antifaschistische Jugend Dortmund auf dem Platz der alten Synagoge im Problembezirk Dorstfeld. Unter dem Motto „Bunt statt Braun“ wurde die Nazi- bedrohung in Dorstfeld öffentlich thematisiert.
Schon auf der Hinreise verteilten Aktivisten der Antifaschistische Jugend Dortmund in bunten Verkleidungen Flugblätter in der Innenstadt und U-Bahn. Es wurde auch zur Teilnahme an der bevorstehenden Thomas Schulz Gedenkdemo aufrufen. Die Reaktion der Bürger war großteils sehr positiv, viele sprachen ihr Lob aus.
Ab ca. 12 Uhr versammelten sich bei der Veranstaltung in Dorstfeld knapp 100 Teilnehmer. Es wurden Redebeiträge gehalten, Sprechchöre skandiert und Flyer an die Passanten verteilt. Vereinzelt kam es auch zu Diskussionen mit den Anwohnern. Dass Dorstfeld angeblich eine „national befreite Zone“ sei, war nicht zu merken. Nur war eine erhebl- iche Menge Spuckis im gesamten Stadtteil verklebt.
Deswegen entschlossen sich die Aktivisten der Antifaschistischen Ju- gend Dortmund im Anschluss an der Kundgebung, in Kleingruppen durch Dorstfeld zu ziehen, und die Nazipropaganda zu entfernen. Es konnte eine erhebliche Menge entfernt werden, und weitere Flyer unter die Bevölkerung gebracht werden.
Für die Zukunft sind wöchentliche Aktionen in dem von den Nazis bean- spruchten Stadtteil geplant.
Bunt statt Braun in Dortmund-Dorstfeld
Am Samstag, den 6. Februar Versammelten sich das Bündnis Dort- mund gegen Rechts, die Linkspartei, die Vereinigung der Ver- folgten des Naziregimes sowie die Antifaschistische Jugend Dortmund auf dem Platz der alten Synagoge im Problembezirk Dorstfeld. Unter dem Motto „Bunt statt Braun“ wurde die Nazi- bedrohung in Dorstfeld öffentlich thematisiert.
Schon auf der Hinreise verteilten Aktivisten der Antifaschistische Jugend Dortmund in bunten Verkleidungen Flugblätter in der Innenstadt und U-Bahn. Es wurde auch zur Teilnahme an der bevorstehenden Thomas Schulz Gedenkdemo aufrufen. Die Reaktion der Bürger war großteils sehr positiv, viele sprachen ihr Lob aus.
Ab ca. 12 Uhr versammelten sich bei der Veranstaltung in Dorstfeld knapp 100 Teilnehmer. Es wurden Redebeiträge gehalten, Sprechchöre skandiert und Flyer an die Passanten verteilt. Vereinzelt kam es auch zu Diskussionen mit den Anwohnern. Dass Dorstfeld angeblich eine „national befreite Zone“ sei, war nicht zu merken. Nur war eine erhebl- iche Menge Spuckis im gesamten Stadtteil verklebt.Deswegen entschlossen sich die Aktivisten der Antifaschistischen Ju- gend Dortmund im Anschluss an der Kundgebung, in Kleingruppen durch Dorstfeld zu ziehen, und die Nazipropaganda zu entfernen. Es konnte eine erhebliche Menge entfernt werden, und weitere Flyer unter die Bevölkerung gebracht werden.
Für die Zukunft sind wöchentliche Aktionen in dem von den Nazis bean- spruchten Stadtteil geplant.
um
6.2.10
Velbert - 05.02.10
Mahnwache:
Auch Obdachlose haben Namen!
Ungefähr 40 Antifaschisten hielten heute im Velberter Herminghauspark eine Mahnwache ab. Unter dem Motto “Kein Vergeben, kein Vergessen – Auch Obdachlose haben Namen!” erinnerte man an den grausamen Mord an Horst Pulter. Bei kalten Temperaturen begab man sich an den damaligen Tatort, um einer kurzen Ausführung von Rainer Koester, Autor des Buches: „Langenberg im 3. Reich“, über die aktuellen Neo- nazi-Umtriebe in Velbert und einer bewegenden Rede zuzuhören. Als Zeichen von Trauer und Widerstand wurde ein Blumengedeck, Kerzen sowie eine Weiße Rose niedergelegt.
Text der bei der Veranstaltung gehaltenen Rede:
“Am 5. Februar 1995 starb hier im Herminghauspark, nicht unweit von dieser Stelle, der 65jährige Obdachlose Horst Pulter. Qualvoll hinge- richtet von einem Haufen Neonazis. 7 rechtsextreme Jugendliche und junge Erwachsene zogen von einer Geburtstagsfeier über diese Wege in unbestimmte Richtung. Weiter unten am Teich, so gaben die Nazis an, wollten sie ausprobieren, wie oft man einem Schwan den Hals umdrehen kann, bis er abfällt. Unterwegs begegnete ihnen ihr späteres Opfer. Horst Pulter schlief in einer Holzhütte, welche damals noch hier stand. Sie beschimpften ihn. “Scheiß Jude”, “Penner” nannten sie ihn. Sie schlugen ihn, sie quälten ihn, sie traten ihn, bis er bewusstlos wurde. Sie entfernten sich. Doch damit nicht genug. Der Haupttäter kehrte zurück. Er rammte dem bewusstlosen Menschen ein Steak-Messer in den Körper.
Es floß Blut, sinnloses Blutvergießen durch eine menschenverachtende Tat. Bei späteren Hausdurchsuchungen wurden nazionalsozialistische Schriften, Bilder und Hakenkreuzfahnen gefunden. Der Haupttäter wurde wegen Mordes zu 10 Jahren, die Mittäter zu je 2 Jahren und 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht bezeichnete die Tatmotive als besonders abscheulich und wiederwärtig und die Tat als sinnlos, menschenverachtend und an Brutalität und Verwerflichkeit nicht zu überbieten. “Penner klatschen” wollten sie nur, beteuerten die Täter. Eklig. Unvorstellbar. Grausam und kalt, wie sogenannte “Menschen” seien können. Dennoch weigerten sich verschiedene Institutionen, die- sen kaltblütigen, von Rechtsradikalen verübten Mord auch als “rechts- radikal” anzuerkennen.
Ich kannte Horst Pulter nicht. Wahrscheinlich kannte ihn hier keiner. Was mochte er, hatte er Familie, Freunde und Beruf in einem früheren Leben? Der Obdachlose Horst Pulter starb zweimal. Einmal, als die Gesellschaft ihn für ausgestoßen erklärt hatte. Ein zweites Mal als man ihm das Leben hier gewalttätig nahm.
Nach einer Statistik der Bundesregierung haben Rechtsextreme in Deutschland seit 1990 mindestens 26 Obdachlose getötet. Horst Pulter´s Tod gehört erst seit 2001 in diese Statistik, 6 Jahre nach der Tat. Die Liste rechter Morde der Bundesregierung umfasst 149 Tode. Ein jeder so auf einer krankhaften Einstellung basierend, wie man es sich nicht vorstellen kann. Statistiken sind jedoch nur Zahlen. Wir sind uns dieser Taten bewusst, wir sind uns der Opfer bewusst. Wir sind heute hier um Horst Pulter sowie allen anderen Opfern menschen- verachtender Ideologien zu gedenken.”
Auch Obdachlose haben Namen!
Ungefähr 40 Antifaschisten hielten heute im Velberter Herminghauspark eine Mahnwache ab. Unter dem Motto “Kein Vergeben, kein Vergessen – Auch Obdachlose haben Namen!” erinnerte man an den grausamen Mord an Horst Pulter. Bei kalten Temperaturen begab man sich an den damaligen Tatort, um einer kurzen Ausführung von Rainer Koester, Autor des Buches: „Langenberg im 3. Reich“, über die aktuellen Neo- nazi-Umtriebe in Velbert und einer bewegenden Rede zuzuhören. Als Zeichen von Trauer und Widerstand wurde ein Blumengedeck, Kerzen sowie eine Weiße Rose niedergelegt.
Text der bei der Veranstaltung gehaltenen Rede:“Am 5. Februar 1995 starb hier im Herminghauspark, nicht unweit von dieser Stelle, der 65jährige Obdachlose Horst Pulter. Qualvoll hinge- richtet von einem Haufen Neonazis. 7 rechtsextreme Jugendliche und junge Erwachsene zogen von einer Geburtstagsfeier über diese Wege in unbestimmte Richtung. Weiter unten am Teich, so gaben die Nazis an, wollten sie ausprobieren, wie oft man einem Schwan den Hals umdrehen kann, bis er abfällt. Unterwegs begegnete ihnen ihr späteres Opfer. Horst Pulter schlief in einer Holzhütte, welche damals noch hier stand. Sie beschimpften ihn. “Scheiß Jude”, “Penner” nannten sie ihn. Sie schlugen ihn, sie quälten ihn, sie traten ihn, bis er bewusstlos wurde. Sie entfernten sich. Doch damit nicht genug. Der Haupttäter kehrte zurück. Er rammte dem bewusstlosen Menschen ein Steak-Messer in den Körper.
Es floß Blut, sinnloses Blutvergießen durch eine menschenverachtende Tat. Bei späteren Hausdurchsuchungen wurden nazionalsozialistische Schriften, Bilder und Hakenkreuzfahnen gefunden. Der Haupttäter wurde wegen Mordes zu 10 Jahren, die Mittäter zu je 2 Jahren und 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht bezeichnete die Tatmotive als besonders abscheulich und wiederwärtig und die Tat als sinnlos, menschenverachtend und an Brutalität und Verwerflichkeit nicht zu überbieten. “Penner klatschen” wollten sie nur, beteuerten die Täter. Eklig. Unvorstellbar. Grausam und kalt, wie sogenannte “Menschen” seien können. Dennoch weigerten sich verschiedene Institutionen, die- sen kaltblütigen, von Rechtsradikalen verübten Mord auch als “rechts- radikal” anzuerkennen.
Ich kannte Horst Pulter nicht. Wahrscheinlich kannte ihn hier keiner. Was mochte er, hatte er Familie, Freunde und Beruf in einem früheren Leben? Der Obdachlose Horst Pulter starb zweimal. Einmal, als die Gesellschaft ihn für ausgestoßen erklärt hatte. Ein zweites Mal als man ihm das Leben hier gewalttätig nahm.
Nach einer Statistik der Bundesregierung haben Rechtsextreme in Deutschland seit 1990 mindestens 26 Obdachlose getötet. Horst Pulter´s Tod gehört erst seit 2001 in diese Statistik, 6 Jahre nach der Tat. Die Liste rechter Morde der Bundesregierung umfasst 149 Tode. Ein jeder so auf einer krankhaften Einstellung basierend, wie man es sich nicht vorstellen kann. Statistiken sind jedoch nur Zahlen. Wir sind uns dieser Taten bewusst, wir sind uns der Opfer bewusst. Wir sind heute hier um Horst Pulter sowie allen anderen Opfern menschen- verachtender Ideologien zu gedenken.”
um
5.2.10
Labels:
Horst Pulter,
Velbert
Duisburg - 02.02.10
Laut eigenen Informationen plant die rechtsextreme Partei Pro NRW Immobilien in Duisburg-Marxloh zu kaufen und dort ein sogenanntes „Haus der Opfer des Islam“ etablieren. Angeblich sind bereits erste Kaufverhandlungen zwischen Pro NRW und dem Eigentümer gelaufen.
Der Kaufpreis beläuft sich wohl um die 10 Millionen Euro, von denen Pro NRW 2 Millionen als Eigenkapital durch den schwedischen Geschäftsmann Patrik Brinkmann aufbringen will. Die restlichen 8 Millionen sollen (falls sich keine deutsche Bank hergebe) bei aus- ländischen Banken besorgt werden. Nicht das diese Ankündigung an sich schon Provokation genug wäre, soll dieses rechtsextreme „Haus der Opfer des Islam“ auch noch in der selben Straße wie die Moschee, rund 200 Meter von ihr entfernt, entstehen.
Quelle: Rote Antifa, 02.02.10 / Foto: Archiv
Pro NRW plant „Haus der Opfer des Islam“
Laut eigenen Informationen plant die rechtsextreme Partei Pro NRW Immobilien in Duisburg-Marxloh zu kaufen und dort ein sogenanntes „Haus der Opfer des Islam“ etablieren. Angeblich sind bereits erste Kaufverhandlungen zwischen Pro NRW und dem Eigentümer gelaufen.
Der Kaufpreis beläuft sich wohl um die 10 Millionen Euro, von denen Pro NRW 2 Millionen als Eigenkapital durch den schwedischen Geschäftsmann Patrik Brinkmann aufbringen will. Die restlichen 8 Millionen sollen (falls sich keine deutsche Bank hergebe) bei aus- ländischen Banken besorgt werden. Nicht das diese Ankündigung an sich schon Provokation genug wäre, soll dieses rechtsextreme „Haus der Opfer des Islam“ auch noch in der selben Straße wie die Moschee, rund 200 Meter von ihr entfernt, entstehen.
Quelle: Rote Antifa, 02.02.10 / Foto: Archiv
um
2.2.10
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Duisburg,
Patrik Brinkmann,
Pro-NRW
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