Bochum - 17.12.11
Buttersäureanschlag auf dem Weihnachtsmarkt

Wie auf dem Internetportal linksunten - indymedia berichtet wurde, ist auf den Süßigkeitenstand der Firma Osella ein Buttersäureanschlag verübt worden. Wir dokumentieren hier die dazu abgegebene Erklärung im Wortlaut:

"Mit großer Verärgerung mussten wir letzte Woche der Lokalausgabe der WAZ entnehmen, dass uns von Seiten des braunen Süßigkeitenfabrikanten Detlef Hartmann in diffamierender Weise Faulheit und Untätigkeit vorgeworfen wurde. Laut Herrn Hartmann sollten doch "linke Chaoten lieber arbeiten gehen". Diesen infamen Vorwurf konnten und wollten wir nicht auf uns sitzen lassen. Am Samstag haben wir uns deshalb kurzerhand zu einer unbezahlten und vollkommen ehrenamtlich geleisteten Nachtschicht entschlossen.

Während andere dem Laster des Müßigganges frönen haben wir an seinem Bochumer Osella - Stand eine Duftmodifikation in Form eines Buttersäureüberzuges vorgenommen. Wir hoffen mit dieser Kandierung die politische Gesinnung des Besitzers für seine KundInnen besser zur Wahrnehmung zu bringen. In Anbetracht des hoffentlich hierbei für ihn entstandenen Schadens können wir Herrn Hartmann nur zustimmen, dass sein politisches Engagement für die NPD eine große "Dummheit" ist.

Diese Extraschicht wäre uns erspart geblieben, würde sich das Bochumer Stadtmarketing auf der Höhe der politischen Diskussion bewegen. Wie seit Wochen bekannt, wird von ParlamentarierInnen aller Seiten ein NPD - Verbot eingefordert. Mit entsprechendem politischen Willen wäre es der SPD - geführten Stadtregierung ein Leichtes gewesen, das maßgeblich von ihrer Partei geforderte NPD - Verbot zumindest auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt schon einmal Wirklichkeit werden zu lassen. Vielleicht zeigen Fälle wie dieser, dass wir uns im Einsatz gegen Neonazismus und andere menschenverachtende Ideologien nicht auf den Staat und seine Akteure verlassen können, sondern selbst aktiv werden müssen.

Linke Chaoten, stets flexibel und motiviert
"
Quelle: linksunten - indymedia, 19.12.11