Witten - 26.12.11
Ganze Bandbreite gegen rechts
Gemeinsam wollen sie ein Zeichen setzen gegen den Rechtsextremismus: Beim Bandbreite - Festival spielten elf Wittener Jugendbands auf der Werkstadt-Bühne.
Begleitet wurde die große Party mit einem umfangreichen Informationsangebot über die Gefahren und Erkennungszeichen der rechtsextremen Szene. Die gleichnamige CD „Bandbreite“ wurde aus Mitteln des Bundesprogramms „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ finanziert. Sie gibt nicht nur den lokalen Bands die Chance, ihre Musik bekannter zu machen, sondern fungiert als eine Art Gegenbewegung zur Sorte der rechtspolitischen „Schulhof-CDs“, die in den letzten Jahren verstärkt Schlagzeile machten.
Das Booklet, das Begleitheft zur CD, gestaltete Projektmitarbeiter Jakob Surkemper gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlichen. Es gibt einen kleinen Überblick über die Begriffe „Rechte“, „Rechtsextremismus“ und „Neonazis“, erklärt die Hintergründe und Ideologien und warnt vor rechten Musikgruppen, die mittlerweile in jedem Musikgenre vertreten seien.
Eine kleine Ausstellung im Erdgeschoss der Werkstadt machte während des Konzertes zusätzlich auf die Erkennungszeichen der rechten Szene aufmerksam, zeigte typische Kleidungsweisen ihrer Anhänger und legte die Sprach- und Zahlencodes offen, die von den Neonazis als verdeckte Geheimkombinationen genutzt werden.
CD mit Electro
Bandbreite-Initiator Torsten Nagel von der Werkstadt weiß um die Wichtigkeit solcher Aufklärung: „Wir haben einen Schwerpunkt rechtsextremer Gruppierungen in den Nachbarstädten. Vor allem in der Dortmunder Nordstadt und in letzter Zeit auch immer mehr in Bochum-Langendreer.“ Der Zulauf würde immer stärker, da die autonomen Nationalisten eine große Anziehungskraft auf Jugendliche ausüben würden, so Nagel.
Die CD mit Tipps mit den Informationstexten, dreizehn Musiktiteln von Wittener Gruppen und einer weiteren Scheibe „Electro Against Fascism“, die sich an Freunde elektronischer Tanzmusik richtet, ist ab sofort in der Werkstadt erhältlich. Sie kostet eine Schutzgebühr von zwei Euro.
Quelle: Der Westen, von Anna Erns
Ganze Bandbreite gegen rechts
Gemeinsam wollen sie ein Zeichen setzen gegen den Rechtsextremismus: Beim Bandbreite - Festival spielten elf Wittener Jugendbands auf der Werkstadt-Bühne.
Begleitet wurde die große Party mit einem umfangreichen Informationsangebot über die Gefahren und Erkennungszeichen der rechtsextremen Szene. Die gleichnamige CD „Bandbreite“ wurde aus Mitteln des Bundesprogramms „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ finanziert. Sie gibt nicht nur den lokalen Bands die Chance, ihre Musik bekannter zu machen, sondern fungiert als eine Art Gegenbewegung zur Sorte der rechtspolitischen „Schulhof-CDs“, die in den letzten Jahren verstärkt Schlagzeile machten.
Das Booklet, das Begleitheft zur CD, gestaltete Projektmitarbeiter Jakob Surkemper gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlichen. Es gibt einen kleinen Überblick über die Begriffe „Rechte“, „Rechtsextremismus“ und „Neonazis“, erklärt die Hintergründe und Ideologien und warnt vor rechten Musikgruppen, die mittlerweile in jedem Musikgenre vertreten seien.
Eine kleine Ausstellung im Erdgeschoss der Werkstadt machte während des Konzertes zusätzlich auf die Erkennungszeichen der rechten Szene aufmerksam, zeigte typische Kleidungsweisen ihrer Anhänger und legte die Sprach- und Zahlencodes offen, die von den Neonazis als verdeckte Geheimkombinationen genutzt werden.
CD mit Electro
Bandbreite-Initiator Torsten Nagel von der Werkstadt weiß um die Wichtigkeit solcher Aufklärung: „Wir haben einen Schwerpunkt rechtsextremer Gruppierungen in den Nachbarstädten. Vor allem in der Dortmunder Nordstadt und in letzter Zeit auch immer mehr in Bochum-Langendreer.“ Der Zulauf würde immer stärker, da die autonomen Nationalisten eine große Anziehungskraft auf Jugendliche ausüben würden, so Nagel.
Die CD mit Tipps mit den Informationstexten, dreizehn Musiktiteln von Wittener Gruppen und einer weiteren Scheibe „Electro Against Fascism“, die sich an Freunde elektronischer Tanzmusik richtet, ist ab sofort in der Werkstadt erhältlich. Sie kostet eine Schutzgebühr von zwei Euro.
Quelle: Der Westen, von Anna Erns