Dortmund - 26.01.12
Stadt ist kein Kooperationspartner

Die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Tolerenz und Demokratie sowie das Respekt-Büro des Jugendamtes sind keine Kooperationspartner beim Projekt „Dortmund den Dortmundern“.


Derzeit wird in der Öffentlichkeit das Projekt „Dortmund den Dortmundern“ der hier ansässigen multilateral acedamy gGmbH diskutiert, in dessen Zusammenhang die städtische Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie sowie das Respekt-Büro des Jugendamtes als Kooperationspartner genannt werden.


Die Stadt Dortmund legt Wert auf die Feststellung, dass dies aktuell nicht zutrifft.

Zwar hat die Stadt Dortmund vor Beginn des Projektes, beginnend im Jahr 2010, Kooperationsgespräche mit dem Träger geführt, mit der späteren inhaltlichen Ausformung, wie sie sich bis heute auf der Seite „Lokale Aktionspläne“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend darstellt, war sie allerdings nicht mehr einverstanden. Dies ist dem Träger am 22.11.2011 bei einem Abstimmungsgespräch bei Exit Deutschland in Berlin auch eindeutig mitgeteilt worden.

Umso befremdlicher ist es, dass der Internetauftritt mehr als zwei Monate später nicht aktualisiert oder mindestens kommentiert ist. Dem Träger hat die Stadt Dortmund deshalb am 26.1.12 schriftlich untersagt, die städtischen Dienststellen weiterhin als Kooperationspartner des Projektes zu bezeichnen. Sie erwartet außerdem eine öffentliche Richtigstellung.

Die Stadt Dortmund war und ist prinzipiell mit der Grundidee des Projektes, auch in die Auseinandersetzung mit dem harten Kern der rechtsextremen Szene zu kommen, einverstanden. Die Zielsetzung muss dabei sein, die menschenverachtende, rassistische und diskriminierende Ideologie der rechtsextremen Szene zu entlarven, um so auf lange Sicht die Ausstiegsmotivation bei ihren Mitgliedern zu erhöhen.

Dieses Ziel kann nach Auffassung der Stadt Dortmund mit dem bisherigen, im Internet nachlesbaren Konzept nicht erreicht werden. Deshalb ist mit dem Träger in Berlin vereinbart worden, zunächst ein tragfähiges neues Fundament und ein Kommunikationsmodell zu erarbeiten. Bei der Neuentwicklung des Projektes sollten vor allem die Ziele, die Zielgruppen, die Themen, die Ansprache und die Rahmenbedingungen überarbeitet werden. Dem hat der Träger zugestimmt.

Die Stadt Dortmund betont, dass in das Projekt weder kommunale Mittel noch solche aus dem Dortmunder Budget des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ geflossen sind.

Quelle: Stadt Dortmund, 26.01.12