Oberhausen- 27.01.12
Rennicke bei NPD Oberhausen
Die NPD in Oberhausen, unter der Führung von Wolfgang Duda, hatte für Freitag, den 27.01.12 den Nazi - Liedermacher Frank Rennicke eingeladen. Das vierstündige Programm soll nach Angabe der NPD das zumeist junge Publikum begeistert haben. Ein gemeinsames Absingen von Heimatliedern rundete dann den Abend ab.
Rennicke bei NPD Oberhausen
Die NPD in Oberhausen, unter der Führung von Wolfgang Duda, hatte für Freitag, den 27.01.12 den Nazi - Liedermacher Frank Rennicke eingeladen. Das vierstündige Programm soll nach Angabe der NPD das zumeist junge Publikum begeistert haben. Ein gemeinsames Absingen von Heimatliedern rundete dann den Abend ab.
Rennicke begann seine rechte Laufbahn schon früh als Jugendführer bei der Wiking-Jugend. Nach dem Verbot der Wiking-Jugend 1994 trat der Nazi-Barde in die NPD ein. Er hat regelmäßig Auftritte bei Veranstaltungen der NPD und der "Jungen Nationaldemokraten", sang bei den "Republikanern" und deren Jugendorganisation, bei der "Gesellschaft für freie Publizistik" und der "Deutschen Liga für Volk und Heimat".
Seine Lieder umfassen eine breite Themenpalette, wobei die Heimat- oder Vertriebenenliedern, welche sich um die ehemaligen Ostgebiete und die Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach 1945 drehen, die offene Huldigung des dritten Reiches und den "Helden" des Zweiten Weltkrieges, bzw. dem "deutschen Soldaten" und Drohungen gegen aktuelle Feindbildern wie Ausländer, Linke und die multikulturelle Gesellschaft zu den zentralsten gehören.
Das Landgericht Stuttgart verurteilte ihn 2002 wegen achtfacher Volksverhetzung und wegen Verstoßes gegen das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften zu einer 17-monatigen Freiheitsstrafe, welche zur Bewährung ausgesetzt wurde. Im Revisionsverfahren beim Bundesverfassungsgericht wurde dieses Urteil wieder aufgehoben. Ein Triumph, den seither nicht nur Rennicke selbst, sondern die ganze rechtsextreme Szene bis zur Parteispitze der NPD auskostet.
In den Jahren 2009 und 2010 wurde er jeweils von der NPD als Kandidat zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten vorgeschlagen.
