Hattingen - 13.02.12
Schüler aus ganz NRW tagten bei der DGB-Jugend in Hattingen
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage


100 Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW sind am Wochenende (10.-12.2.2012) im DGB-Jugendbildungs­zentrum Hattingen zusammengekommen, um über Fremdenfeindlichkeit zu diskutieren und ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen. Zum dritten Mal veranstaltete die DGB-Jugend NRW ein Netzwerk­treffen gemeinsam mit der Landeskoordination von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

In Nordrhein-Westfalen sind dem Netzwerk 252 Schulen angeschlossen. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die einen Beitrag für eine demokratische Gesellschaft leisten wollen und sich gegen alle Formen von Diskriminierung und Rassismus engagieren.
Die Teilnehmenden setzten sich mit unterschiedlichen Aspekten menschen­ver­achtender Einstellungen auseinander, tauschten Erfahrungen mit Projekten an ihren Schulen aus und entwickelte neue Ideen für Aktionen.

Das Fazit von Marc Neumann, DGB-Jugend NRW: „Es waren richtig motivierte Jugendliche hier, die gut mitgearbeitet haben und häufig schon viel Vorwissen hatten. Es hat richtig Spaß gemacht, mit ihnen zu arbeiten.“

Vierzehn Workshops wurden angeboten, die sich u. a. beschäftigten mit Erscheinungsformen von Neonazis heute, mit Homophobie, Antiziganismus, Antisemitismus, dem Terror des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) oder der Gewaltbereitschaft der „Autonomen Nationalisten“.

Emanuel Tetika, Schüler am Märkischen Gymnasium Hamm: „Das Wochenende hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr informativ hier, und ich konnte neue Ideen mitnehmen. Wir haben viele neue Leute kennengelernt.“

„Ich war im Workshop ‚Antisemitismus und Nahost - Konflikt‘, und das war super interessant. Wir haben beide Seiten kennengelernt. In den Medien kriegt man immer eine vorgefertigte Meinung, und es war richtig cool, dass wir uns die Hintergründe aus mehreren Perspektiven angeschaut haben.“, meint Anna Florkowski vom Bert-Brecht-Gymnasium Dortmund.

Marius Bause, Praktikant aus Unna: „Am meisten hat mich beeindruckt, dass alle hier sofort nett miteinander umgegangen sind, obwohl man sich erst gar nicht kannte. Es gab keine Form von Diskriminierung. Es ist viel hängengeblieben! Ich finde das Programm der DGB-Jugend richtig klasse, da gibt’s noch viele tolle Seminare dieses Jahr.“

„Die Schülerinnen und Schüler waren mit viel Phantasie und Begeisterung bei der Sache; sie haben sich kennengelernt und Ideen für Aktivitäten mit nach Hause genommen. 40 Schulen aus ganz NRW waren vertreten – ein voller Erfolg“, sagt Renate Bonow, Landeskoordinatorin von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Quelle: DGB-Jugend NRW, 13.02.12