NRW - 20.02.12
DGB NRW und Unternehmer NRW:
Aufruf zu einer Schweigeminute


Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände haben zu einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt aufgerufen.

Diesem Aufruf schließen sich der DGB NRW und die Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) an und rufen die Beschäftigten in NRW dazu auf, am Donnerstag, 23. Februar 2012, um 12.00 Uhr für eine Schweigeminute in ihrer Arbeit innezuhalten. Die Schweigeminute findet zeitgleich mit dem zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt statt.

„Mit einer Schweigeminute wollen wir der Opfer rechtsextremistischer Gewalttaten gedenken und ihren Familien und Freunden unser Mitgefühl ausdrücken. Wir setzen ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsradikalismus in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft insgesamt“, erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. „Der Kampf gegen Rechtsextremismus ist eine zentrale Aufgabe aller gesellschaftlichen Kräfte. Gewerkschaften und Arbeitgeber stehen gemeinsam in der Pflicht, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus entschieden vorzugehen.“

 „Die Arbeitswelt in den Betrieben ist ein Bereich, in dem Menschen ungeachtet ihrer Herkunft und ihrer Religion kollegial zusammenarbeiten. Damit sind Unternehmen ein Ort für gegenseitigen Respekt und gesellschaftliche Integration“, sagt der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen, Horst-Werner Maier-Hunke. „Für die Unternehmer in Nordrhein-Westfalen ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, sich gemeinsam mit ihren Beschäftigten für ein respektvolles, tolerantes und friedliches Miteinander stark zu machen, in dem Extremismus jeglicher Ausprägung keine Chance haben darf.“

Andreas Meyer-Lauber                        Horst-Werner Maier-Hunke
DGB Nordrhein-Westfalen                  Unternehmer NRW


Hier der Aufruf im Wortlaut:

Gemeinsamer Aufruf der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt

Die von rechtsextremistischen Gewalttätern verübten Morde, Raubüberfälle und Anschläge erfüllen die Menschen in Deutschland mit Abscheu und Entsetzen. Wir trauern um die Opfer. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden, die geliebte Menschen verloren haben. Wir sind tief betroffen, dass nach den Erfahrungen der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland diese entsetzlichen Verbrechen geschehen konnten.

Arbeitgeber und Gewerkschaften treten gemeinsam ein für ein Deutschland, in dem Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz haben.

In den Unternehmen in Deutschland ist zwischen den Beschäftigten ethnische und kulturelle Vielfalt gelebte Realität. Die Betriebe geben zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Integration, Respekt und Toleranz. Wir stehen daher gemeinsam in der Pflicht, rechtsextremem Gedankengut entschieden entgegenzutreten.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände rufen die Menschen in Deutschland dazu auf, am Donnerstag, 23. Februar 2012, um 12.00 Uhr für eine Schweigeminute in ihrer Arbeit innezuhalten. Dies geschieht zeitgleich mit dem zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt. Im stillen Gedenken an die Opfer soll ein kraftvolles Zeichen gesetzt werden:
  • ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern, ihren Familien und Freunden,
  • ein Zeichen der Verurteilung von Fremdenhass, Rassismus und rechtsextremer Gewalt,
  • ein Zeichen für die Vielfalt und Offenheit Deutschlands.
Schweigeminute: Donnerstag, 23. Februar 2012, um 12.00 Uhr

Er wird unterstützt von:

Oliver Burkhard, Bezirksleiter IG Metall NRW
Gabriele Schmidt, Landesleiterin ver.di NRW
Reiner Hoffmann, Landesbezirksleiter IG BCE Nordrhein
Kurt Hay, Landesbezirksleiter IG BCE Westfalen
Dorothea Schäfer, Vorsitzende GEW NRW
Frank Richter, Vorsitzender GdP NRW
Thomas Gauger, Landesbezirksvorsitzender NGG
Carsten Burckhardt, Regionalleiter IG BAU Westfalen
Arno Haas, Regionalleiter IG BAU Rheinland
Johannes Houben, Landesleiter EVG NRW